Freitag, 18. März 2016

Politik: Die Landtagswahlen sind vorbei...

...und die Erde dreht sich weiter. Ja, obwohl die Ergebnisse nicht wie gewünscht waren.

Was haben unsere Politiker nicht alles unternommen, um den Wähler an die Urne zu bringen und das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen: Unsummen wurden für Plakate, Werbemaßnahmen und Spots ausgegeben. Eigentlich so wie immer, wenn irgendwo irgendwer gewählt werden möchte. Dennoch war dieses Mal etwas anders.

Mit der AfD war eine neue Partei am Start, die sogleich traumhafte Ergebnisse eingefahren hat. Mit Ansage. Jedenfalls in Sachsen-Anhalt. Dort trennen CDU und Alternative für Deutschland keine sechs Prozentpunkte mehr. Hart, echt hart!

Schauen wir uns mal die Resultate der einzelnen Wahlen an. Mit dem Abstand einiger Tage sollte das gehen. 

Rheinland-Pfalz:
Malu Dreyer (SPD) darf wohl weiter regieren, obwohl ihre Regierungskoalition aus SPD und Grünen abgewählt wurde. Julia Klöckner (CDU) hat damit wenigstens eines ihrer Wahlziele erreicht. Das sie einen großen Vorsprung mit der Abkehr von der Kanzlerin verspielt hat, verschweige ich an dieser Stelle mal besser, da ich sonst noch anfange zu weinen. Denn noch vor ein paar Wochen schien der Wahlsieg der Union klar. Nur die Höhe des Erfolges war offen. 
Künftig werden sich hier fünf Partien die Regierungs- und Oppositionsarbeit teilen dürfen. Neben den Sozial- und Christdemokraten schafften auch AfD, FDP und Grüne den Einzug in den Landtag. Am wahrscheinlichsten: SPD/FDP/Grüne

Baden-Württemberg:
Es war die Wahl des volksnahen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmer (Grüne), der eigentlich überparteilich regiert und für alle Menschen im Lande ein offenes Ohr hat. Selbst die großen Wirtschaftsunternehmen der Region, die in der Vergangenheit immer die Union unterstützt hatten, schwenkten diesmal um und bevorzugten grüne Politik. Bei aller Euphorie um den Ministerpräsidenten darf man aber nicht vergessen, das die AfD zwei Wahlkreise direkt gewinnen konnte.
Am wahrscheinlichsten: Grüne/CDU

Sachsen-Anhalt:
Eigentlich wollte ich die Landtagswahl in Anhalt unter den Tisch fallen lassen. Warum? Persönliche Gründe. Da die aber niemanden etwas angehen, werde ich mich auch zu dieser Wahl äußern. Ich könnte jetzt auf darüber schreiben, das die AfD so stark ist oder die SPD fast nimmer existent. Doch schreibe ich lieber darüber, das wieder mehr Bürger zur Wahl gegangen sind. Sicher, aus dem Stand Platz zwei, das nimmt der AfD niemand mehr weg. Doch jetzt muss sie zeigen, wie sehr ihr die Politik in der Bundesrepublik wirklich am Herzen liegt. Wir dürfen alle gespannt sein.
Am wahrscheinlichsten: CDU/SPD/Grüne

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